Der Begriff des Qualitätsmanagements hat in unserer Praxis ein sehr breites Bedeutungsfeld und umfaßt alle internen Abläufe bzw. Strukturen bis hin zur Qualitätssicherung von Behandlungsdaten oder auch Fortbildungen bzw. Qualitätszirkel mit medizinischem Fachpersonal.
Wir unterscheiden zwischen der Struktur-, Prozeß- und Ergebnisqualität. In der heutigen Zeit wird immer sehr viel Wert auf die Ergebnisqualität gelegt, d.h. wie hoch ist der HbA1c (Langzeitzucker) nach einer diabetologischen Behandlung. Unsere Prioritäten liegen allerdings eher auf dem "wie habe ich das geschafft", also welcher Weg führte zum Ziel und mit welchen Mitteln wurde dieses Ziel erreicht. Was nützt ein vorbildlicher HbA1c, wenn die Behandlung dem Betroffenen mißfällt und die Lebensqualität aufgegeben wurde?

Unsere Praxis nimmt seit 1998 am FQSD (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität wird europaweit verglichen), ist seit 2005 DQM und seit 2008 auch QEP zertifiziert. Wir halten diese drei stets fortlaufenden Qualitätsmerkmale für außerordentlich wichtig, um unseren Patienten stets optomale Behandlungsabläufe, nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft und mit außerordentlicher Therapiesicherheit bieten zu können.
Unsere Praxis ist als Stufe 2-Diabetologikum im Rahmen des DQM durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anerkannt, also als Behandlungseinrichtung für den Typ 1 und den Typ 2 Diabetes.

DQM - Diabetes Qualitäts Modell
Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG), als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft, hat seit ihrem Bestehen das Ziel und die satzungsgemäße Verpflichtung, die Qualität der Betreuung und Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus in Deutschland zu verbessern. Durch das Gesundheitsstrukturgesetz und die steigenden Kosten der Sozialsicherungssysteme in Deutschland ist die Diskussion um Qualitätsmanagement - Systeme zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus neu entfacht. Deshalb sind alle an der Diabetesversorgung Beteiligten, insbesondere die Deutsche Diabetes-Gesellschaft, daran interessiert, »Qualität« sowohl der Strukturen, des Prozesses, des Ergebnisses, sowie des Transfers, d.h. der Weiterbehandlung, zu benennen, zu erfassen, zu bewerten und kontinuierlich zu verbessern. Damit leistet die DDG auch einen wichtigen Beitrag in der Versorgungsforschung chronischer Krankheiten.
Das Diabetes-Qualitäts-Modell (DQM) ermöglicht stationären und ambulanten diabetologischen Einrichtungen, sowohl ein fachspezifisches internes Qualitätsmanagement durchzuführen, als auch die externe Zertifizierung durch die DDG zu erlangen. Das Diabetes-Qualitäts-Modell bildet damit erstmalig die medizinisch-notwendige Verzahnung der ambulanten und stationären Betreuung der Patienten im Rahmen der integrierten Versorgung ab und wird der gesetzlichen Anforderung nach Qualitätsmanagement gerecht. Im Diabetes-Qualitäts-Modell liegt einer der Schwerpunkte auf der zukunftsorientierten kontinuierlichen Qualitätsentwicklung. Es unterscheidet sich dadurch und durch den Modellansatz, der sich in die bestehenden Zertifizierungsverfahren - wie DIN EN ISO 9001:2000 und zukunftsorientierte Verfahren wie KTQ/proCum Cert - problemlos integrieren läßt von anderen Konzepten und Qualitätssicherungssystemen.
Weitere Informationen unter: http://www.dqm-online.de/web/aktuell/test/juhu/